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IDEA-C

Inter-cultural Dimension for European Active Citizenship (IDEA-C)

Gefördert durch Europe for Citizens Programme 2014-2020

Projekt-ID: 555616-CITIZ-1-2014-IT-CITIZ-NT

Laufzeit: 01.09.2014 – 31.08.2016


Das Projekt „Inter-Cultural Dimension for European Active Citizenships” (IDEA-C) fördert die politische Bildung in Europa. Es verbindet lokale mit europäischen Dimensionen, klärt über diese Verbindungen auf und ermöglicht deren Erkundung in experimentellen, partizipativen Aktivitäten. IDEA-C fördert ein zukünftig besseres Verständnis von Europa und den Institutionen der Europäischen Union.

Dies bildet die Grundlage für eine höhere Wahlbeteiligung insbesondere junger Wähler bei den EU-Parlamentswahlen. Im Vorfeld des Projekts wurden die folgenden Hauptursachen für eine niedrige Wahlbeteiligung festgestellt:

- Mangel an Interesse und an Wissen über die demokratische Arbeitsweise der EU

- Misstrauen gegenüber den EU-Institutionen

- Mangel an Information und Zugehörigkeitsgefühl zu Europa


Das Projekt IDEA-C begegnet dem mit folgenden Maßnahmen:

- Entwicklung von Partizipationsaktivitäten zur Einflussnahme und Gestaltung in lebenswirklichen Umgebungen

- Aufgreifen intrinsischer Motivtationen (z.B. in Action-Learning)

- Verbesserung der Wahrnehmungsfähigkeit durch Rekontextualisierung lokaler und europäischer Dimensionen vor Ort

- Aufklärung über Europa, EU, Europäisches Parlament und der politischen Teilhabe daran


Die 13 internationalen Partner des EU-Projekts implementieren lokale Projekte und veranstalten Workshopserien in denen Inhalte und Methoden zur politischen Bildung und zur lokalen Partizipation mit verschiedenen Zielgruppen, insbesondere jungen und älteren Personen erarbeitet werden.

Das M2C Institut für angewandte Medienforschung hat, in Kooperation mit der Hochschule Bremen und der Gesamtschule Bremen-Mitte (GSM), zwischen Februar und März 2015 einen Kinderworkshop zu den Themen Partizipation und Demokratie durchgeführt.

Rund 80 Kinder der GSM, zwischen zehn und zwölf Jahren, beteiligten sich an Fragenstellungen von Demokratie in Europa und lokaler Beteiligung zu arbeiten.

Die GSM ist in den 1980er aus einer Elterninitiative entstanden und leistet Pionierarbeit auf dem Gebiet der projektbezogenen, selbstorganisierten und jahrgangsübergreifenden Ausbildung, fördert einen differenzierten, selbstorganisierten und selbstständige Ansatz von Bildung in Gruppen- und Projektarbeit und kümmert sich um Fragen der Partizipation, Demokratie, Europa und aktive Bürgerschaft.

Thematische Grundlage für die Kinder Workshops war die aktuelle Kreativ-Lab Entwicklung im alten Postamt 5 in der Nähe des Bremer Hauptbahnhof. Bald eröffnet hier ein kreatives Zentrum im Herzen der Stadt, das den FabLab Bremen e.V., das Mobile Game Lab der Hochschule Bremen und eine Indoor-Skateranlage des Sportgarten e.V. unter einem Dach verbindet. Experten der drei Einrichtungen unterstützen den Workshop mit ihrem professionellen Input. Kernaufgaben der Kinder waren, sich neue Wege der bürgerschaftlichen und demokratischen Partizipation im Hinblick auf die Kreativ Lab Entwicklung in ihrer Stadt zu überlegen:

- Wie können Kinder mit dem FabLab ihre Stadt umgestalten/neugestalten?

- Wie können von Kindern entwickelte Mobile Spiele und Apps sozialen, ökologischen und anderen Problemen und Dimensionen im Stadtraum begegnen und diese beeinflussen? Welche Spiele und Apps kann man kombinieren?

- Wie werden die Kreativ Labs Teil des europäischen Netzwerkes? Wie wertvoll und nachhaltig sind die dort entstandenen Produkte?

- Wie würden Kinder das Kreativ Lab und seine Nutzung entwickeln? Als “Tool” um aktiv ihr Umfeld zu verändern?

 

Neben dem Kinder Workshop veranstaltete das M2C Institut im Juli 2015 das Europäische Symposium “Participation and Active Citizenship”. in Bremen.

Ziel des Symposiums war es, neue Ansätze zu Partizipation und Demokratie zu entwickeln, die Best-practise-Ergebnisse zu präsentieren und mit den mehr als 35 europäischen Experten aus Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und Kultur und den ca. 60 Vertretern der Zielgruppen neue Perspektiven für Demokratie und Partizipation in Europa und Methoden zur Förderung der aktiven Bürgerschaft zu diskutieren und weiterzuentwicklen.

Das Symposiums startete mit einer Wissensmesse, auf der die Zielgruppen ihre eigenen Konzepte und Ideen für partizipative Anwendungen, Methoden und Spiele präsentierten. Im Anschluss wurden u.a. die folgenden Expertenvorträge präsentiert:

- Martin Koplin, DIrektor des M2C Instituts für angewandte Medienforschung: Participation as democratic tool

- Thomas Lecke-Lopatta, Repräsentant des Bremer Senators für Umwelt, Bau und Transport: Young people as urbanizers

- José Carlos Bronze, Projekt Manager, Piaget Institut Portugal: Towards an increased sense of belonging: from local to European level

- Saskia Edwards, Jugendbürgermeisterin von Oldham und Mariam Waseem, Britische Jugendrat Beauftragte: Youth Participation – Grass roots engagement to European democracy

- Denise Kappe und Stephan Siegert, wissenschaftliche Mitarbeiter am M2C Institut für angewandte Medienforschung: Best practice of participation and activation in Europe

 

Weitere Ziele des Symposiums waren der gezielte Austausch zwischen Wissenschaftlern und Experten in Europa sowie eine fachliche Diskussionsplattform zur Verfügung zu stellen, auf der neue Impulse für Partizipation und aktive Bürgerschaft diskutiert und entwickelt werden konnten. Mit Integration der präsentierten User-Kultur in den wissenschaftlichen Diskurs, dem Input der jungen Kreativen und der Kinder, haben sich Perspektiven auf Partizipation und Bürgerschaft erweitert und neue Ideen für zukunftsorientierte Projekte entwickelt.

 

Ergebnisse:

Eine Zusammenfassung der Projektergebnisse in Englisch finden Sie hier: IDEA-C_info.pdf

 

Projektpartner:

M2C Institut für angewandte Medienforschung, Bremen, DE

Kommune von Geraci Siculo, Provinz Palermo, IT (Leadpartner)

eProjectConsult – Europäisches Institut für Training und Forschung, Messina, IT

Forschungszentrum der Universität von Piräus, Piräus, GR

MULTIKULTURA, Krakow, PL

Mediter – Euro-mediterranes Netzwerk für Kooperationen Brüssel, BE

E-Juniors, Paris, FR

Gemeinde von Kistarcsa, Provinz von Budapest, HU

Know and Can Association, Sofia, BG

Research Centre of the Slovenian Academy of Science and Art, Ljubljana, SL

Universidad Catolica de Murcia, Murcia, ES

Youth in Science and Business Foundation, Tallinn, EE

Oldham Metropolitan Borough Council, Oldham, GB

Lokale Partner:

Hochschule Bremen

Gesamtschule Bremen-Mitte

Sportgarten e. V., Bremen

Mobile Game Lab, Bremen

FabLab Bremen e. V.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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